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one47 | 07.10.2021

3G Regel – wie dein Club wieder öffnen kann

3G Regel – wie dein Club wieder öffnen kann

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 mussten Bars und Clubs über einen Zeitraum von mehreren Monaten schließen. Es gab zwar einige Unterbrechungen, in denen Öffnungen wieder möglich waren: Insgesamt haben Party und Nachleben in den letzten anderthalb Jahren jedoch kaum eine Rolle gespielt. Dies soll sich nun endlich ändern: Die Regierung erlaubt die Öffnung der Clubs, wenn du als Betreiber mit 3G oder 2G beschriebene Regeln einhältst. Regel hier, Regel da – wir erklären dir alles im Überblick.

 

Corona und Cluberöffnung – Impfung und Tests machen’s möglich ( die erste Regel )

Die Zeit des Lockdowns und der Clubschließungen über einen Zeitraum von Monaten ist vorbei. Im Vergleich zum vorigen Herbst hat sich einiges verändert. Du darfst wieder zum Feiern einladen. Zwar gibt es immer noch Regeln und Vorgaben, die du umsetzen musst. Das freie Leben, das wir vor der Pandemie kannten, ist noch nicht ganz zurückgekehrt. Doch ein großer Schritt ist getan: Im September 2021 sind mehr als 60 Prozent der Deutschen quer durch alle Altersgruppen vollständig geimpft. Die Regierung erwartet, dass sich diese Quote bis zum Ende des Jahres noch steigern lässt. Mit einer vollständigen Impfung lässt sich eine Infektionskette gut durchbrechen. Es gilt als erwiesen, dass die Impfung in der Regel einen sehr guten Schutz vor einem schweren Verlauf der Corona-Erkrankung bietet. Zwar können sich Geimpfte anstecken. Sie erkranken aber nicht oder verspüren nur leichte Symptome. Parallel dazu gibt es zuverlässige Tests, die schnell ein einfach durchführbar sind. So lässt sich herausfinden, ob eine Person Coronaviren in sich trägt. Ist der Test negativ, gibt es keine Viruslast. Die Person ist gesund. Aus den Impfungen und den negativen Tests hat die Regierung das 3G-Modell entwickelt. Dieses Modell ermöglicht dir eine Cluberöffnung. Es gibt immer noch Einschränkungen, etwa bei der Anzahl der Besucher. In einigen Ländern dürfen künftig auch diese Einschränkungen fallen. Hier heißt das Zauberwort 2G. Doch was bedeuten diese neuen Regelungen für dich als Betreiber? Du darfst wieder öffnen, wenn du deine Gäste beim Einlass in deinen Club auf 3G oder 2G überprüfst.

 

3G oder 2G – was bedeutet das?

3G ist ein Kürzel, das für Geimpft, Genesen oder Getestet steht. Die 2G Regel besagt, dass nur noch geimpfte und genesene Personen berücksichtigt werden dürfen. Wenn diese Regel gilt, darfst du ungeimpfte Personen nicht mehr in deinen Club einlassen. Dies gilt auch dann, wenn die Gäste einen aktuellen negativen Test vorlegen. Doch wie ist die Rechtslage? Bist du verpflichtet, 3G oder 2G in deinem Club einzuhalten oder kannst du selbst entscheiden, unter welchen Bedingungen du öffnen möchtest?

* Deutschland ist ein Flickenteppich

Die gute Nachricht ist, dass die Öffnung von Clubs und Bars deutschlandweit wieder möglich ist. Es gibt in Deutschland jedoch einen Flickenteppich an Regelungen: Jedes Bundesland hat das Recht, eine eigene Strategie zum Infektionsschutz aufzustellen. Und von diesem Recht machen die Bundesländer Gebrauch. Somit ist es wichtig, dass du vor deiner geplanten Cluberöffnungin Erfahrung bringst, welche Regeln in deinem Bundesland gelten.

* 3G seit dem 23. August 2021 verpflichtend

Die Bundesregierung hält sich aus den Gesetzen zum Infektionsschutz nicht vollständig heraus. Die aktuelle Version des Infektionsschutzgesetzes besagt, dass der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur noch nach der 3G Regel möglich ist. Dazu zählen unter anderem auch Clubs und Diskotheken. Für dich bedeutet dies, dass du nach der Eröffnung deines Clubs alle Gäste kontrollieren musst. Jeder Gast muss einen Nachweis erbringen, wobei du folgende Zertifikate anerkennen darfst:

+ Nachweis über einen vollständigen Impfschutz
+ Nachweis über eine Genesung, die nicht länger als sechs Monate zurückliegt
+ Negativer Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist

Für dich ist es wichtig zu wissen, dass jedes Bundesland diese Regelungen abändern kann. So besagt das Bundesgesetz, dass die Bundesländer die 3G-Regelung bei einem besonders niedrigen Infektionsgeschehen aussetzen können. Das Gesetz schlägt eine Inzidenz von 35 als Leitlinie vor. Einige Bundesländer, darunter Brandenburg, führten das Gesetz bereits ab einer Inzidenz von 20 ein. Informiere dich vor der Cluberöffnung eingehend über die geltenden Regeln an deinem Standort: Wenn du dich nicht gut auskennst oder einen Fehler bei der Einhaltung der Regeln begehst, kann dies hohe Bußgelder nach sich ziehen.

 

* 3G und die Einschränkungen

Wenn du deinen Club oder eine Bar unter der 3G-Regel öffnest, gelten für den Betrieb weitere Einschränkungen. Die Besucher müssen eine Maske tragen und Abstand halten. Darüber hinaus darfst du pro Quadratmeter nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern einlassen. Dies ermöglicht dir zwar, deinen Besuchern eine tolle Party mit cooler Musik, Drinks und Geselligkeit zu liefern. Es gibt aber dennoch Einschränkungen, die einer wirklich ausgelassenen Feier entgegenstehen. Möchtest du die größtmögliche Freiheit, die momentan möglich ist, solltest du dich mit der 2G-Regel befassen. Diese gilt allerdings nicht in allen Bundesländern.

2G-Regel – Kein Zugang für Ungeimpfte

Hamburg hat die Idee mit entwickelt, andere Bundesländer ziehen nach: Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz ermöglichen eine Eröffnung von Clubs und Diskotheken nach der 2G-Regel. Dies sind die Vorgaben:

+ Du darfst nur Geimpfte und Genesene in deinem Club begrüßen
+ Ein negativer Test reicht bei ungeimpften Personen nicht mehr aus
+ Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht entfallen bei dieser Regel

In Hamburg, Berlin, Brandenburg und weiteren Bundesländern kannst du entscheiden, ob du deinen Club nach der 2G- oder 3G-Regel betreiben möchtest. Deine Wahl sieht so aus:

+ Du öffnest deinen Club auch für getestete Ungeimpfte, verzichtest dafür aber auf ein volles Haus
+ Du entschließt dich für 2G und damit gegen getestete ungeimpfte Gäste, darfst aber dafür mit voller Kapazität und ohne Masken Party anbieten

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung einfach: 2G und endlich wieder ein volles Haus. In Großstädten mag dies ohne Probleme funktionieren. Bedenke aber auch, dass du Gäste vor der Tür abweisen musst. Es gibt nach wie vor keine Impfpflicht: Aus diesem Grund ist die Meinung der Gäste zu dieser Thematik widersprüchlich. Du könntest Gäste verlieren, wenn du diese harte Regel einführst. Es gibt auch Geimpfte, die diese Strategie nicht gutheißen. Andere sind der Meinung, dass sich jeder impfen lassen und somit selbst entscheiden kann. Somit liegt es an dir zu wählen, welche Option für deinen Club die beste ist.

* 2G auf Anmeldung möglich

In den meisten Bundesländern, die bislang 2G eingeführt haben, gilt die Regel erst nach einer Anmeldung: Du teilst dem für deinen Club zuständigen Gesundheitsamt mit, dass du die Regel anwenden möchtest. Du musst ab dem Termin deinen Club entsprechend auszeichnen. Im Gegenzug bekommst du die Genehmigung für ein volles Haus und für das Ende der Maskenpflicht. Gleichermaßen dürfen Ungeimpfte bei dir nicht mehr feiern. Wenn du das nicht möchtest, bleibst du bei 3G. Die Entscheidung liegt bei dir.

Ansteckung und Infektionskette – sicher feiern im Club

Geimpfte und Genesene können sich nach einer langen Partynacht anstecken. Obwohl der Verlauf mild ist, gibt die Gesetzgebung eine Kontaktnachverfolgung vor. Um im Fall der Fälle die Infektionskette nachvollziehen zu können, müssen sich deine Gäste bei 2G und bei 3G registrieren. Dies kannst du via Luca-App oder klassisch auf Papier sicherstellen. Die Daten bekommt das Gesundheitsamt und verarbeitet sie entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und des Datenschutzes. Mit diesem Maßnahmenpaket ist es möglich, sicher im Club zu feiern.

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